GeF - Berichte aus dem Schulleben

Weihnachtsshow unter den Vorzeichen von Verständigung und Kunst als Kommunikation

Bild1

Die Gesamtschule Friedenstal präsentierte in der Erstausgabe ihrer Bühnenshow aufGEFührt die Talente, die in ihren Schülern und Schülerinnen geweckt werden konnten. Die Besucher erlebten eine knapp zwei Stunden lange Performance zwischen Musik, Theater und Tanz. Dr. Julia Wieneke aus der Fachgruppe Musik führte mit präzise formulierter Moderation durch den Abend.  
Einen roten Faden des Programms stellte die Theaterarbeit dar. Dies geschah durch Szenen aus dem Unterrichtsfach „Darstellen und Gestalten“, die auf den Grundlagen des Improvisations- und Bewegungstheaters basieren. Die Stücke forderten von den jungen Schauspielern, sehr konzentriert zu spielen und mit Körpersprache und Bewegung Gedanken und Träume mitzuteilen. Zwischen diesen Theaterszenen boten musikalische Beiträge Momente der Ruhe. Beyza Acikalin machte mit zwei klassisch orientierten kleinen Klavierstücken den Anfang. Hajerah Zia und Celine Schwanold aus dem offenen Angebot für Klavierspiel spielten sensibel und mit Aufmerksamkeit für Klangfarbe und Klarheit Musikstücke aus den Filmmusiken zu Daredevil und Twilight. Der Oberstufenschüler Thomas Lücking zeigte mit Ludovico Einaudis Klavierstück Nuvole Bianche seine Fähigkeit, einen großen Spannungsbogen aufzubauen und mit überzeugender Präsenz zu musizieren.
Der Kinderchor, der in Zusammenarbeit mit der Städtischen Musikschule Herford unter Leitung von Birgit Stapel angeboten wird, führte in die Welt kindlicher Verspieltheit und Weihnachtsfreude und tat dies auf stimmlich und ausdrucksmäßig ansprechende Art und Weise.
Aron Boening aus der Unterstufe las seine lustige Weihnachtsgeschichte „Blöde Weihnachten“ vor.

 

Bild2Kurz vor der Pause gab es dann ein Glanzlicht besonderer Art. Die Gesamtschule Friedenstal setzt in ihrem pädagogisch-künstlerischen Konzept auch auf die Zusammenarbeit mit profilierten Künstlern von außerhalb. Das Tanzstück „Auftauchen“ von Annika Hofgesang demonstrierte eindrucksvoll sowohl ihr künstlerisches als auch ihr pädagogisches Talent. Die junge Bielefelder Choreografin hatte in gerade einmal drei Tagen mit zwölf Schülern und Schülerinnen der Jahrgangsstufe 8 ein acht Minuten langes Tanzstück ausgearbeitet, das um die Themen Nähe und Entfernung, Freundschaft, Wünsche und Träume kreiste und ausdrucksvoll den Bewegungskanon des Modern Dance mit der körperlichen Ausdruckswelt der Schüler verband.
Künstlerische Unterstützung von außerhalb gab es auch in einem jahrgangsübergreifenden Schauspielprojekt, das von der bekannten Berliner Schauspielerin Christin Nichols geleitet wurde. Die Darsteller setzten auf spielerische Weise das Denken Jean Paul Sartres um Existenz und Freiheit um. In diesen Beiträgen zeigte auch die von Reiner Mattern geführte Arbeitsgemeinschaft für Veranstaltungstechnik ihre Kompetenzen. Die Gruppe und ihr Leiter können auf professionellem Niveau eine Licht- und Tontechnik anbieten, die allen Ansprüchen von Theater- und Konzertaufführungen gerecht wird. Besonders beeindruckte die überarbeitete Lichtanlage, die die Gruppe in vielen Arbeitsstunden auch außerhalb der normalen Schulzeit technisch verbessert und reinstalliert hatte.
Die Rockmusikperformance der Schüler-/Lehrerband bot den glanzvollen Abschluss, bei dem das Publikum vielleicht etwas weniger gefordert wurde als vorher, aber um so mehr Spaß hatte. Vor allem die Coverversion nach Leonard Cohens Hallelujah mit gleich drei Sängern – den Schülerinnen Lara Daniela Koch und Denise Michelle Krenz und mit Lars Westerhausen – riss das Publikum von den Stühlen und erzwang eine Zugabe, die versuchte, das begeisterte Auditorium wieder zurück in die Realität zu führen: It`s no time for dreaming.  Wirklich nicht?

Ralf Strate

   
   

Fotoalben

   

Wer ist online

Aktuell sind 39 Gäste und keine Mitglieder online